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Die Sanierungsarbeiten in den Hausgärten der St.-Suitbertus-Siedlung haben begonnen. Seit Anfang der Woche wird der Boden in 43 Gärten abgetragen. Grund dafür ist eine zu hohe Schadstoffbela­stung durch Staubniederschläge der ehemaligen Berzelius-Zinkhütte.

Etwa 320 Hausgärten in Wanheim und Hüttenheim müssen jetzt saniert werden. Die verseuchten Gebiete wurden in zwölf Sanierungszonen unterteilt. Die St.-Suitbertus-Siedlung ist jetzt die erste, in der die Arbeiten begonnen haben. „Hier ist die Belastung durch Cadmium und Blei besonders groß“, begründet Projektleiterin Christiane Maxin vom AVV den Ablauf.
60 Zentimeter Boden werden abgetragen

Dr. Ralf Krumpholz, Umweltdezernent der Stadt Duisburg (links) und Roland Arnz, Geschäftsführer des AVV, mit dem Sanierungsplan für die St.-Suitbertus-Siedlung. Foto: Tanja Pickartz

Vor gut zwei Wochen hat der Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung die Baustelle an der Siedlung eingerichtet. Seit Anfang der Woche graben die Bagger den Boden in den Gärten im nördlichen Teil um. 60 Zentimer der oberen Schicht werden abgetragen. Für den ersten Sanierungsabschnitt entspricht das etwa 8500 Tonnen. Sechs bis acht Lkw sind bald täglich unterwegs, um den abgetragenen Boden zur Zentraldeponie Emscherbruch in Gelsenkirchen zu bringen. Ist der verseuchte Boden weg, wird eine zehn Zentimer dicke Schotterschicht aufgetragen. Darauf kommt frische Erde.

Bis Ende November wollen Stadt und AVV mit den Arbeiten in der Wanheimer Siedlung fertig sein. „Das ist durchaus ein realistischer Zeitplan“, betont Maxin. 2017 geht es mit der nächsten Zone weiter, 2019 sollen alle gut 320 Hausgärten saniert sein.
Bodenproben aus 639 Gärten

Ein kompletter Bodenaustausch wie in der St.-Suitbertus-Siedlung ist aber nur in der Hälfte der verseuchten Gärten notwendig. „Teilweise reicht es auch offenen Boden zu verdecken, etwa durch Pflanzen oder Kies“, weiß Maxin. Das hängt ganz von der Belastung ab. Aus insgesamt 639 Gärten wurden vor gut zwei Jahren Bodenproben genommen. Anschließend haben betroffene Hausbesitzer eine Sanierungsempfehlung bekommen. „Bisher haben wir aber immer noch nicht von allen eine Rückmeldung. Darauf müssen wir weiter warten, bevor wir mit bestimmten Abschnitten beginnen können“, klagt Dr. Ralf Krumpholz, Umweltdezernent der Stadt Duisburg.

Die Kosten für die Sanierungen in Höhe von 6,5 Millionen Euro übernimmt das Land über den AVV zu 80 Prozent. Die restlichen 20 Prozent trägt die Stadt. Von dieser Summe bekommen auch die Gärtner einen Teil, um ihre Gärten neu anlegen zu können: Für einen Quadratmeter Rasenfläche bekommen die Anwohner fünf Euro, für einen Quadratmeter Zierbeet 25 Euro.

Sarah Schröer Lópe

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