________Presseartikel WAZ vom 03.10.2018________

________Presseartikel WAZ vom 02.10. 2018_______

________Presseartikel WAZ vom 11.09.2018________

________Presseartikel WAZ vom 23.08.2018________

________Presseartikel WAZ vom 14.08. 2018_______

________Presseartikel WAZ vom 19. 07.2018_______

________Presseartikel WAZ vom 27. 06 2018_______

________Presseartikel WAZ vom 07.05.2018________

________Presseartikel WAZ vom 19.04.2018________

________Presseartikel WAZ vom 29.02.2018________

________Presseartikel WAZ vom 30.01 2018________

________Presseartikel WAZ vom 28.12.2017________

________Presseartikel WAZ vom 2.12. 2017________

_________Presseartikel WAZ vom ?_______________

________Presseartikel WAZ vom 15.11.2017________

________Presseartikel WAZ vom 25. 10. 2017_______

________Presseartikel WAZ vom 18.09.2017________

________Presseartikel RP vom 09.09.2017_________

_______Presseartikel WAZ vom 08.09.2017_________

_______Presseartikel WAZ vom 25.08. 2017________

_______Presseartikel WAZ vom 22.08.2017_________

_______Presseartikel WAZ vom 15.07.2017_________

_______Presseartikel WAZ vom 11.07.2017_________

_______Presseartikel WAZ vom 03.04.2017________

Riesige Thermoskanne versorgt Duisburg bald mit          _________________Fernwärme__________________

Wanheim.   Stadtwerke bauen im Süden einen 44 Meter hohen Warmwasser-Speicher. Die Wärme, die bei der Stromproduktion anfällt, wird hier zwischengelagert.

Der imposante Kühlturm der Stadtwerke in Wanheimbekommt Konkurrenz. In unmittelbarer Nähe entsteht ein 44 Meter hoher Warmwasser-Speicher, der nach dem Prinzip einer Thermoskanne funktioniert. Der Duschmesser dieser gigantischen Kanne beträgt 36 Meter.

Andreas Gutschek von den Stadtwerken stellte das Riesen Projekt jetzt auf der Jahreshauptversammlung des Wanheimer Bürgervereins in den Rheinlust-Terrassen vor. Das Interesse am Thema war riesig. Es mussten noch zusätzliche Stühle für dfie Zuhörer organisiert werden.

 

Baubeginn nach Ostern

Nachdem erste Rodungsarbeiten im öffentlichen zugänglichen Stadtwerke-Park abgeschlossen sind, kann nach Ostern mit dem eingenlichen Bau des Speichers begonnen werden, die Stadtwerke-Ingenieur Gutschek berichtete. Zwanzig Monate später soll die "Hightech-Thermoskanne" fertiggestellt sein und in Betrieb gehen.

Im Zuge der Energiewende wird das in Hochfeld betriebene Steinkohlekraftwerk der Stadtwerke im Frühjahr 2018 stillgelegt. Das moderne erdgasbetriebene Heizkraftwerk in Wanheim wird weiterbetrieben . Der neue Fernwärmespeicher mach dieses Gas-Heizkraftwerk dann noch wirtsscvhaftlicher.

Die bei der Stromerzeugung produzierte Wärme kann in der "Thermoskanne" zwischengespeichert und bei Bedarf in das Fernwärmenetz abgegeben werden. Das hat den Vorteil, dass diese Wärme dank des Speichersdann "abgerufen" werden kann, wenn  aus wirtschaftlichen Gründen (Preissituation an der Strombörse) die Stromproduktion zurückgefahren worden ist

Der Speicher kann 43000 Kubikmeter Wasser aufnehmen, eine unvorstellbar große Menge. "Das Wasssesssr wird mit einer Temperatur von mehr als 100 Grad eingespeist", erklärte Andreas Gutschek. Eine hochmodernen Zweizonenspeicher-Technologie gewährleistet, dass die Wärmetemperatur nahezu konstant bleibt und ein "Kochen des Wassers" vermieden wird. Rund 20 Mio Euro investieren die Stadtwerke in die neue Technik, mit der sie deutschlandweit technisch auf dem neuesten Stand sind.

Theo Küpper, der Vorsitzende des Wanheimer Bürgervereins, äußerte noch einen Wunsch:"Kann man den Speicher nicht noch zusätzlich optisch ansprechend gestalten, vielleicht mit dem MSV-Emblem oder dem Wanheimer Wappen?"

Küpper denkt an den Stadtwerke-Kühlturm, der nachts in seinem "grünen Outfit"  eine unübersehbare Wanheimer Landmarke darstellt. Andreas Gutschek konnt keine Zusage machen, aber dass dies technisch möglich sei, wollte er nicht ausschließen.

von Volker Poley.

 

_______Pferdekoppel wird zum Wohngebiet_________

Duisburg-Wanheim.   In Wanheim sollen 42 Einfamilienhäuser entstehen. Die ersten Entwürfe diskutierten die Bürger bei einer öffentlichen Beteiligung mit den Planern.
Vom Sportplatz zur Pferdekoppel zum Wohngebiet – so wird sie sein, die Entwicklung in Wanheim, im so genannten Wohnpark Neuenhof Teil B. 42 Einfamilienhäuser sollen auf dem Gelände zwischen der Düsseldorfer Landstraße und der Römerstraße entstehen. Im Rahmen ihrer Sitzung am Donnerstag hatte die Bezirksvertretung Süd alle interessierten Bürger zu einer „frühzeitigen Beteiligung“ in die Räume des Vereins für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung eingeladen. Dabei stellten Stadt und Planer das neue Wohngebiet vor – und nahmen hinterher zu den Fragen und Anregungen der rund 60 Anwesenden Stellung. Diese Anregungen werden in die weitere Planung einbezogen.
Kurzum: Es ist ein weiteres Fleckchen Grün, das in Duisburg zu Wohnraum umgewandelt werden soll. In der Vorlage ist es anders formuliert: Das wesentliche Ziel sei es, den Wohnpark Neuenhof in südlicher Richtung weiterzuentwickeln und fertigzustellen. So soll ein „Wohnquartier für Jung und Alt“ entstehen.

Anwohner schauen demnächst auf eine Wand

 

Eine Anwohnerin ist ganz direkt von den Plänen betroffen, sie meldete sich am Donnerstagabend zu Wort. Sie habe das Gefühl, dass auf die Belange der Menschen, die schon länger dort leben, nicht eingegangen werde. „Wir würden demnächst auf eine Wand schauen“, berichtet sie, vom Garten aus, komme es, wie es geplant ist. Kein Ausblick, nirgends. Und auch keine Sonne: „Dann kann ich meinen Pool zuschütten“, sagt sie. Udo Bentler vom Amt für Stadtentwicklung lenkte sofort ein: Bei den vorgestellten Plänen handele es sich nur um einen ersten Versuch: „Das ist nicht der Weisheit letzter Schluss.“
Peter Rattka sprach das Mischgebiet im südöstlichen Bereich angrenzend an das geplante Wohngebiet und die eventuell daraus entstehenden Konflikte zwischen Gewerbe und Wohnen, sprich Lärm, an. Udo Bentler versicherte: „Es wird ein Gutachten in Bezug auf die Lärmbelastung geben.“ Für alle Bürger einsehbar, wenn es denn fertig ist.
Frage nach mehr Infrastruktur
Theo Küpper, Vorsitzender des Bürgervereins Wanheim-Anger-hausen, fragte nach einer Anbindung des Baugebietes an die Römerstraße. Das werde geprüft, so die Planer. Theo Küpper fragte dann aber auch: „Ist da nicht ein bisschen mehr Infrastruktur hinzubekommen?“ – und meinte damit beispielsweise einen Kiosk, einen Bäcker oder einen kleinen Lebensmittelladen. Die Planer müssen passen – in der näheren Umgebung seien ausreichend Angebote vorhanden.
Die Einfamilienhäuser sollen in Form von Einzel- und Doppelhäusern mit einem Satteldach und so genannte Ketten-Atriumhäuser mit Flachdach (sie sind vergleichbar mit Bungalows) gebaut werden. Erschlossen wird das Baugebiet über die Düsseldorfer Landstraße und die Straßen Am Bierweg und Zum Eichelskamp. Investor ist die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft, mit der Planung ist IBS Ingenieurberatung Schödel aus Erkrath beauftragt. Die Größe der zu bebauenden Fläche beträgt insgesamt 14 890 Quadratmeter. Anderthalb bis zwei Jahre wird es dauern, bis das Bebauungsplanverfahren abgeschlossen ist.

________Presseartikel WAZ vom 28.03. 2017_______

_______Erster Spatenstich für 55 Wohnungen_______

Der erste Spatenstich an der Wanheimer Großbaustelle wurde gesetzt.2019 sollen Mieter in die insgesamt 55 Wohnungen einziehen können.

Sarah Schröer López


Duisburg-Wanheim.    In Wanheim wird gebaut. Bis 2019 soll ein Gebäude mit 55 Wohnungen entstehen. Ein Großteil davon soll öffentlich gefördert werden.
Ein gelber Bagger steht an der Forststraße, Ecke Neuenhofer Straße in Wanheim. Seine Schaufel gräbt sich in den Boden und legt die herausgehobene Erde auf einen Haufen. Bis jetzt ist noch nicht erkennbar, dass auf dem 3 000-Quadratmeter-Grundstück, auf dem ehemals ein Unteroffiziershaus und ein Bunker der britischen Rheinarmee standen, ein Gebäude mit 55 Neubauwohnungen enstehen soll.
Am Montag haben Oberbürgermeister Sören Link, Landtagsabgeordnete Sarah Philipp (beide SPD) und Gebag-Vorsitzender Bernd Wortmeyer den symbolischen ersten Spatenstich gesetzt.
Der Plan: ein gemischtes Quartier
Im Frühjahr 2019 sollen hier sieben frei finanzierte und 48 öffentlich geförderte Wohnungen bereit zum Einzug sein. Letzere sind für Menschen mit einem sogenannten Wohnberechtigungsschein gedacht. Den bekommen Menschen, deren Gehalt unter einer bestimmten Einkommensgrenze liegt. Der Quadratmeterpreis wird auf 5,25 Euro gesetzt. „Danach wird es aber nicht aussehen“, betont Wortmeyer und schwärmt von einem komplettverglasten Treppenhaus.
„Wir wollen hier ein gemischtes Quartier schaffen“, fügt OB Link hinzu. So sollen etwa in den sieben frei finanzierten Penthäusern, die zwischen 76 und 112 Quadratmeter groß sind, auch Leute mit höhrerem Einkommen wohnen. Die neuen Mieter sollen sich auch altersmäßig unterscheiden. Dass alle Einheiten barierrefrei werden sollen, spreche nicht nur Senioren an. „Das ist heute kein Abstempelkriterium mehr, sondern ein Qualitätskriterium“, sagt Gebag-Chef Wortmeyer.
Seit Anfang März laufen die Vorbereitungsarbeiten an der Baustelle. Der Grundriss für das Gebäude ist bereits erkennbar. In wenigen Wochen soll der Beton zum Einsatz kommen. Ein Kran steht dafür schon bereit.
Gebag möchte in Wanheim ein Service-Büro für die Mieter im Süden eröffnen
Die Kosten für das Bauprojekt: etwa 7 Millionen Euro, so die Gebag. Die Wohnungsbaugesellschaft plant aber noch mehr in Wanheim: Auf der Neuenhoferstraße, Ecke Düsseldorfer Landstraße soll ein Service-Büro für die Gebag-Mieter im Duisburger Süden entstehen. Ende diesen Jahres soll dafür der Bau beginnen. „Innerhalb der nächsten zwei Jahre will die Gebag 400 öffentlich-geförderte Wohnungen in Duisburg schaffen“, sagt Wortmeyer. Ein Teil davon soll auch im Süden enstehen, etwa auf dem ehemaligen Bahngelände in Wedau. Geld dafür kommt vom Land Nordrhein-Westfalen.
Allein 2016 gab es eine Finanzspritze in Höhe von knapp 30 Mio Euro für den sozialen Wohnungsbau. „Es ist durchaus realistisch, dass wir 2017 noch mehr bekommen“, so Link. Das langfristige Ziel: „Wir wollen Duisburg attraktiver machen, nicht nur für Duisburger, sondern auch für Leute von außerhalb,“, erklärt der OB. Nach Informationen der Gebag gibt es auch schon einige Interessenten für die Neubauwohnungen in Wanheim.

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So soll das neue Gebäude aufgebaut sein
Die 55 Wohnungen werden sich in einem großen, L-förmigen Haus befinden. Es soll insgesamt drei Eingänge und mehrere Aufzüge geben.
Vier Stockwerke und ein Staffelgeschoss soll das Haus haben. Vielleicht können die Bewohner der obersten Etage von ihren Wohnungen aus auf den Rhein blicken. Da sind sich die Planer noch nicht sicher.


Die einzelnen Wohnungen sollen zwischen 46 und 97 Quadratmeter groß sein. Sie sind für ein bis vier Personen gedacht. Die Penthäuser sind bis zu 112 Quadratmeter groß. Die Gesamt-Wohnfläche soll insgesamt 3 800 Quadratmeter betragen.

________Presseartikel WAZ vom 6.03 2017________

Wanheim.   Der frühere HKM-Arbeitsdirektor wird für sein Engagement geehrt. Er initiierte den Runden Tisch, die Barbarafeiern und den Dialog der Religionen

Jahreszeitlich leicht verspätet lud die Wanheimer SPD am Sonntag zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang ein. Im Mittelpunkt des Geschehens stand Peter Gasse. Er wurde mit dem Wanheimer Taler ausgezeichnet.

Zahlreiche Vertreter der Wanheimer Vereine und Politik-Prominenz hatten den Weg in die kürzlich neu eröffneten Rheinlustterrassen gefunden. Der Grund dafür war die Verleihung des Wanheimer Talers. Mit dieser Auszeichnung werden, wie der Ortsvereinsvorsitzende Hartmut Ploum deutlich machte, „Bürger geehrt, die sich in besonderer Weise um den Stadtteil verdient gemacht haben“. In diesem Jahr wurde die Ehrung dem Ende des Jahres bei HKM ausgeschiedenen Arbeitsdirektor Peter Gasse zuteil.
Peter Gasse bleibt Wanheimer

Duisburgs OB Sören Link übernahm die Laudatio für das Wanheimer Urgestein. Das konnte er nach dem Umbau des Vereinslokals, bei dem nun alle Vorschriften umgesetzt wurden, auch ganz ohne Probleme tun, wie der Hartmut Ploum augenzwinkernd versicherte: „Lieber Sören, du darfst dich hier jetzt ganz offiziell aufhalten, das ist kein Schwarzbau mehr.“

Link stellte besonders heraus, dass Peter Gasse immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger vor Ort hat. Er erwähnte den „Runden Tischs“, den der ehemalige HKM-Mann ins Leben gerufen hatte. In dieser Tischrunde werden Bürger über die Entwicklungen und Planungen des Stahlwerks informiert, dort dürfen auch aktuelle Probleme diskutiert werden.
Aufarbeitung der Zwangsarbeiter-Historie im Unternehmen

Gasse rief 2005 auch die viel beachteten Barbarafeiern ins Leben, bei denen Prominente aus Politik und Wirtschaft im Rahmen eines Gottesdienstes auf dem HKM- Gelände zu gesellschaftspolitischen Themen Stellung beziehen. Ebenso erwähnte Link den vom Ex-Arbeitsdirektor initiierte Dialog der Religionen“ sowie die Aufarbeitung der Zwangsarbeiter-Historie des Unternehmens. „Das sind alles Dinge, die nicht zwangsläufig zu den Aufgaben eines Arbeitsdirektors gehören“, so der OB.

Peter Gasse zeigte sich gerührt: „Diese Ehrung macht mich richtig stolz.“ Auf seinen Stadtteil lässt Gasse, der immer noch an der Buzstraße wohnt, nichts kommen: „Wanheim ist einfach schön, unsere Rheinpromenade ist die beste in ganz Duisburg.“ Alte Zeiten hat er nicht vergessen: „Wir wohnten in einer 35 Quadratmeter großen Wohnung, wenn Vater zur Schicht ging, kam ich nach Hause. Wir haben uns das Bett geteilt, dass war gar nicht schlimm.“ Humorvoll erinnerte er sich auch an die Jahre, als auf dem Gelände des heutigen Biegerparks noch Kühe weideten: „Da musste ich immer die Kuhfladen einsammeln, Vater brauchte die für seinen Garten.“

Presseartikel WAZ vom 9.02.2017

____Stadtwerke bauen riesigen Wasserspeicher_____

Die Duisburger Stadtwerke bauen auf dem Kraftwerksgelände in Wanheim einen großen Wasserspeicher – und legen ein Kraftwerk still.

Duisburgs größte Thermoskanne entsteht in Wanheim. Beim dortigen Gaskraftwerk bauen die Stadtwerke einen Fernwärmespeicher, 36 Meter im Durchmesser und 43 Meter hoch. 42 000 Kubikmeter Wasser sollen dort ab Ende 2018 bei Bedarf gespeichert werden.

Trotz der imposanten Daten: Der Kühlturm bleibt das herausragende Bauwerk des Kraftwerkskomplexes mit einer Höhe von 48 Metern und einem Durchmesser von 36 Metern an der Oberkante.
Fernwärme wird nur noch in Wanheim erzeugt

Erforderlich wird der Bau des Fernwärmespeichers in Folge der Energiewende. Für die Stadtwerke ist die Verstromung von Steinkohle nicht mehr wirtschaftlich, sie konzentriert sich daher auf die Erzeugung von Fernwärme. Im März 2018 wird das Kohlekraftwerk in Hochfeld daher abgeschaltet und Fernwärme nur noch in Wanheim erzeugt, wo die Stadtwerke 2005 ein Gaskraftwerk in Betrieb genommen haben. „Strom ist dann ein Abfallprodukt der Fernwärme-Produktion – früher war es umgekehrt“, sagt Stadtwerke-Sprecher Thomas Kehler. Rund 70 000 Fernwärme-Kunden hat das städtische Versorgungsunternehmen momentan, weitere sollen dazu kommen.

Ein Gaskraftwerk kann sehr flexibel betrieben, bei Bedarf schnell hochgefahren und auch wieder abgeschaltet werden. Zudem ist eine Netzverbindung zur Fernwärme-Schiene Niederrhein derzeit im Bau, über die industrielle Abwärme genutzt wird. Darüber kann zum Beispiel im Sommer Warmwasser bezogen werden, ohne das Wanheimer Kraftwerk anschmeißen zu müssen. Dort kann aber Strom erzeugt werden, wenn weder Wind weht noch die Sonne scheint, wenn also auch auskömmliche Preise für die erzeugte Energie bezahlt werden. Und die dabei anfallende Wärme könnte im neuen Behälter zur späteren Verwendung gespeichert werden. „Wir können dann sehr viel flexibler reagieren“, sagt Kehler.
Erste Vorbereitungen haben begonnen

Ende 2018 soll der Speicher zunächst im Probebetrieb starten und anschließend ans Netz gehen.

Erste Vorbereitungen zur Einrichtung der Baustelle haben bereits begonnen. An der Einfahrt zum Kraftwerk wurde gerodet, um Platz für die Baustellenfahrzeuge zu schaffen. Aus Rücksicht auf die Vegetationsperiode und die Brutzeit der Vögel müssen diese Arbeiten bis Anfang März abgeschlossen sein. Sowohl die Forstbehörde als auch das Umweltamt seien „eng mit in die Planungen einbezogen“, heißt es bei den Stadtwerken. So seien bereits im Vorfeld die Eingriffe in den am Kraftwerk gelegenen Park aus Artenschutz-Sicht als auch aus Sicht der Landschaftspflege untersucht und ein landschaftspflegerischer Begleitplan erstellt worden, in dem notwendige Ausgleichsmaßnahmen festgelegt wurden.
Parkflächen weiterhin nutzbar

Während der Bauphase werden zunächst rund 3500 Quadratmeter Parkfläche in Anspruch genommen. Die Nutzung des Parkgeländes durch die Bürger sei aber weiterhin möglich, teilt das Versorgungsunternehmen mit: „ Dauerhaft wird davon nur ein kleiner Teil bebaut beziehungsweise eingezäunt bleiben.“

Die anderen Flächen würden im Frühjahr 2019 wieder als Park hergerichtet und in Abstimmung mit Forstamt und der zuständigen Behörde aufgeforstet.

Presseartikel WAZ vom 20.01.2017

Strahlkraft von Tiger & Turtle besser nutzen


„Neugierige kommen von weit her nach Wanheim, um Tiger & Turtle zu sehen. Und die Stadt macht nichts draus", knüpft Theo Küpper, der Vorsitzende des Wanheimer Bürgervereins, an die Kritik an, die Peter Joppa, Geschäftsführer von Duisburger Kontor, kürzlich auf einem SPD-Neujahrsempfang äußerte. „Die Achterbahn auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe ist auf allen möglichen Titelblättern zu sehen. Diese Popularität muss man doch nutzen“, meint Küpper.

Er will Joppa nun um Unterstützung bitten. Schließung habe sich Duisburg Kontor auf die Fahnen geschrieben, das angeknackste Image der Stadt aufzupolieren. Tiger & Turtle biete reichlich Potential, das bisher verschenkt werde. „Warum veranstaltet man hier keine Konzerte oder Skateboard-Wettbewerbe oder Seifenkasten-Rennen?“, fragt der Mann aus dem Süden.Himmeltreppe und Ziegenpeter als Vorbilder

Im Rahmen der Duisburger Ideenbörse im Mai vergangenen Jahres hat der Wanheimer Bürgerverein bereits etliche Vorschläge eingereicht. Wie wär’s mit einer Himmeltreppe in der Art, wie sie auf der Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn zu finden ist? Die steile Stahltreppe dort wird von Sportlern ausgiebig genutzt. Angesichts der Haushaltslage bräuchte man dazu natürlich Sponsoren. Küpper denkt an die benachbarte Stahlindustrie.
Vorbild Ziegenpeter: Eine solche Gaststätte stellt sich der Bürgerverein auf dem freien Gelände von Logport II an der Ehinger Straße vor.
Vorbild Ziegenpeter: Eine solche Gaststätte stellt sich der Bürgerverein auf dem freien Gelände von Logport II an der Ehinger Straße vor.

Auf dem freien Gelände von Logport II an der Ehinger Straße schwebt dem Wanheimer eine Gaststätte mit Kinderspielplatz im Stil vom Ziegenpeter am Rheinpark vor: „Auch Toiletten könnte man dort bauen. Das wäre dringend erforderlich“.
Die großen Pläne brauchen einen starken Investor

Küpper ist klar, dass sich ein solches Projekt nicht von heute auf morgen verwirklichen lässt. Dazu müsste Logport erst einmal das Gelände abtreten. Und man müsste einen Investor finden, der bereit ist, ein solches Unternehmen zu finanzieren. Küpper: „Das geht nur für einen größeren Anbieter, der in der Lage ist, auch mal ein paar Schlecht-Wetter-Tage zu überstehen“. Vorläufig wird man wohl weiter mit dem Imbisswagen Vorlieb nehmen, der an schönen Wochenenden ein gutes Geschäft mit Kaffee und Würstchen macht.

Hinweisschilder zur Rheinpromenade und zum Biegerpark

Wesentlich leichter sind die Hinweisschilder zu realisieren, die Küpper vorschweben. „Wenn die Leute schon zur Hildebrand-Höhe kommen, sollen sie doch auch gleich auf der Rheinpromenade oder im Biegerpark vorbeischauen. Dazu müssen sie aber erst mal wissen, wie sie da hin kommen.“

Bei der Aufwertung der Halde denkt er nicht nur an Touristen, sondern auch an die Einheimischen. Wobei der Stolz des Ur-Wanheimers klar herauszuhören ist, wenn er von der chinesischen Reisegruppe erzählt, die er neulich am Fuße von Tiger & Turtle getroffen hat. Neben dem Kölner Dom stand auch die Wanheimer Achterbahn auf dem Besichtigungsprogramm der Chinesen.

Presseartikel WAZ vom 05.10.2016

Die Sanierungsarbeiten in den Hausgärten der St.-Suitbertus-Siedlung haben begonnen. Seit Anfang der Woche wird der Boden in 43 Gärten abgetragen. Grund dafür ist eine zu hohe Schadstoffbela­stung durch Staubniederschläge der ehemaligen Berzelius-Zinkhütte.

Etwa 320 Hausgärten in Wanheim und Hüttenheim müssen jetzt saniert werden. Die verseuchten Gebiete wurden in zwölf Sanierungszonen unterteilt. Die St.-Suitbertus-Siedlung ist jetzt die erste, in der die Arbeiten begonnen haben. „Hier ist die Belastung durch Cadmium und Blei besonders groß“, begründet Projektleiterin Christiane Maxin vom AVV den Ablauf.
60 Zentimeter Boden werden abgetragen

Dr. Ralf Krumpholz, Umweltdezernent der Stadt Duisburg (links) und Roland Arnz, Geschäftsführer des AVV, mit dem Sanierungsplan für die St.-Suitbertus-Siedlung. Foto: Tanja Pickartz

Vor gut zwei Wochen hat der Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung die Baustelle an der Siedlung eingerichtet. Seit Anfang der Woche graben die Bagger den Boden in den Gärten im nördlichen Teil um. 60 Zentimer der oberen Schicht werden abgetragen. Für den ersten Sanierungsabschnitt entspricht das etwa 8500 Tonnen. Sechs bis acht Lkw sind bald täglich unterwegs, um den abgetragenen Boden zur Zentraldeponie Emscherbruch in Gelsenkirchen zu bringen. Ist der verseuchte Boden weg, wird eine zehn Zentimer dicke Schotterschicht aufgetragen. Darauf kommt frische Erde.

Bis Ende November wollen Stadt und AVV mit den Arbeiten in der Wanheimer Siedlung fertig sein. „Das ist durchaus ein realistischer Zeitplan“, betont Maxin. 2017 geht es mit der nächsten Zone weiter, 2019 sollen alle gut 320 Hausgärten saniert sein.
Bodenproben aus 639 Gärten

Ein kompletter Bodenaustausch wie in der St.-Suitbertus-Siedlung ist aber nur in der Hälfte der verseuchten Gärten notwendig. „Teilweise reicht es auch offenen Boden zu verdecken, etwa durch Pflanzen oder Kies“, weiß Maxin. Das hängt ganz von der Belastung ab. Aus insgesamt 639 Gärten wurden vor gut zwei Jahren Bodenproben genommen. Anschließend haben betroffene Hausbesitzer eine Sanierungsempfehlung bekommen. „Bisher haben wir aber immer noch nicht von allen eine Rückmeldung. Darauf müssen wir weiter warten, bevor wir mit bestimmten Abschnitten beginnen können“, klagt Dr. Ralf Krumpholz, Umweltdezernent der Stadt Duisburg.

Die Kosten für die Sanierungen in Höhe von 6,5 Millionen Euro übernimmt das Land über den AVV zu 80 Prozent. Die restlichen 20 Prozent trägt die Stadt. Von dieser Summe bekommen auch die Gärtner einen Teil, um ihre Gärten neu anlegen zu können: Für einen Quadratmeter Rasenfläche bekommen die Anwohner fünf Euro, für einen Quadratmeter Zierbeet 25 Euro.

Sarah Schröer Lópe

Hunderte Gärten im Duisburger Süden werden jetzt saniert | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
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Presseartikel WAZ vom 02.08. 2016

Förderverein könnte Kirche St. Suitbert übernehmen

Wanheim. Der Förderverein der Kirche St. Suitbert überlegt, das Gotteshaus selber zu unterhalten. Die Gespräche mit den Römisch-Orthodoxen laufen aber weiter.

Seit die Nachricht über eine mögliche Vermietung der Wanheimer Kirche St. Suitbert an die Rumänisch-Orthodoxe Gemeinde Duisburg in der Welt ist, diskutieren die Wanheimer Katholiken verschiedene Varianten ihrer Zukunft. Die Gemeindemitglieder können sich eine gelebte Ökumene mit den Rumänisch-Orthodoxen gut vorstellen, ein Gotteshaus, das sich beide Konfessionen teilen, ein Miteinander. Doch es gibt auch noch eine weitere Alternative.

Der Gemeinderat will einen Antrag auf Einsicht in die Bücher stellen. Das Ziel: einen Überblick über die laufenden Kosten für den Unterhalt der Kirche und des Gemeindezentrums zu bekommen. „Wir stellen uns die Frage, ob der Förderverein die Kirche nicht auch alleine unterhalten kann“, erläutert Michael Wimar, Schatzmeister im Förderverein von St. Suitbert. Er fügt hinzu: „Wir wollen das Gotteshaus unter allen Umständen erhalten.“ Allerdings: Ganz konkret sind die Pläne noch nicht, dafür ist es noch zu früh. Wichtige Antworten auf drängende Fragen können noch nicht eindeutig beantwortet werden: Wenn der Förderverein Kirche und Gemeindeleben trägt, wer hält dann die Messe? Wie oft können dann noch Gottesdienste gefeiert werden? Ist das Bistum einverstanden mit der Lösung?

Dass die Rumänisch-Orthodoxe Gemeinde, die derzeit noch in Neudorf sitzt, bald in Wanheim neuen Raum findet, ist für Wimar aber nach wie vor nicht ausgeschlossen. Im Gegenteil: „Unser Bemühen ist weiterhin, mit ihnen zusammen zu kommen. Wir wollen, dass die Gemeinde erhalten bleibt, und sind zu jedem Kompromiss bereit“, sagt er. Michael Wimar spricht nicht nur für sich, sondern auch für viele andere Gemeindemitglieder. Sie hoffen auf eine Einigung, sehen eine Chance in dem, was da kommen könnte.


Ökumene als Bereicherung

Das sieht auch Hannelore Haßelkamp so, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins. „Die Gemeinschaft in der Ökumene zu leben, ist eine gute und schöne Lösung“, sagt sie. Sie sieht es als Bereicherung, wenn denn die Rumänisch-Orthodoxen wirklich an die Molbergstraße kommen. Hannelore Haßelkamp fasst zusammen: „Wir sind wirklich optimistisch.“ Aber es geht auch darum: „Wo findet man einen gemeinsamen Nenner?“, fragt Haßelkamp. Ob die Vorstellungen zum Glauben, zum Leben, die Einstellung zu selbigen übereinstimmen, ist die Fragestellung, unter der die nächsten Treffen und Gesprächsrunden stehen.

In den kommenden Wochen ist ein erstes Treffen mit Vertretern der Rumänisch-Orthodoxen Gemeinde und Vertretern von St. Suitbert geplant. Dann erhoffen sich Wimar, Haßelkamp und die anderen Gemeindemitglieder ein wenig mehr Klarheit.

Zuletzt hatten viele Angehörige empört auf die Nachricht reagiert, die Rumänisch-Orthodoxe Gemeinde könnte die St. Suitbert mieten. Pfarrer Roland Winkelmann hatte diese Nachricht in einer Gemeindeversammlung vor vier Wochen überbracht.
                                                                                                   Annika Matheis

Presseartikel WAZ vom 28 juni 2016

Wanheimer wollen ihr Gotteshaus behalten

Pfarrer Roland Winkelmann schenkte bei der Gemeindeversammlung reinen Wein ein: St. Suitbert soll an die rumänisch-orthodoxe Gemeinde vermietet werden. Heftige Diskussion

Die rumänisch-orthodoxe Gemeinde Duisburg interessiert sich für die katholische Kirche St. Suitbert. Seit sechs Monaten verhandelt sie mit der Pfarrei St. Judas Thaddäus über eine Nutzung des Gotteshauses. Diese Nachricht, die Pfarrer Roland Winkelmann am Sonntag der Gemeinde überbrachte, sorgt für erhebliche Unruhe. Die Wanheimer Katholiken wollen ihre Kirche behalten. Es entbrannte eine hitzige Diskussion über die Zukunft der Gemeinde.

Die rumänisch-orthodoxen Christen, die derzeit in der Kirche St. Anna in der Nähe der Zoos beheimatet sind, zeigten sich nach einer Begehung sehr interessiert an der Wanheimer Kirche. Da die Gemeindemitglieder aus dem ganzen Ruhrgebiet und vom Niederrhein zu Gottesdiensten zusammenkommen, ist die vergleichsweise zentrale Lage von St. Suitbert und die Parkmöglichkeit auf dem angrenzenden Marktplatz für die Interessenten attraktiv. Außerdem wäre der nötige Umbau im Kircheninneren bei ei­ner Übernahme des Gebäudes leicht zu stemmen. Der Altarraum könnte dank seiner Erkerbauweise leicht durch die Ikonenwand abgegrenzt werden.

„Es könnte ein Nutzungsüberlassungsvertrag über zunächst zehn Jahre abgeschlossen werden, der die rumänische Gemeinde dazu verpflichten würde, alle anfallenden Kosten zu tragen“, so Winkelmann.

Das bedeutet, dass die Gemeinde St. Suitbert die Kirche dann nicht mehr nutzen könnte. Was natürlich bei den Wanheimern auf Widerstand stößt. Es besuchen immer noch rund 150 Wanheimer Gläubige regelmäßig den Gottesdienst am Sonntag.

Sie müssten nach Huckingen oder Buchholz ausweichen. Dass etliche Kirchen der Pfarrei St. Judas Thaddäus geschlossen werden müssen, ist in Kirchenkreisen bekannt. Doch viele Gemeindemitglieder blendeten diese Perspektive, die dem Spardiktat geschuldet ist, bei der Versammlung aus.

Pfarrer Winkelmann versuchte, die Übernahme schmackhaft zu machen: „Immerhin würden hier weiterhin christliche Gottesdienste gefeiert, das wäre eine bessere Lösung als bei Maria Himmelfahrt“. Die Kirche in Hüttenheim ist seit Jahren geschlossen. Gemeindemitglied Hannelore Hasselkamp schlug eine Alternative vor: eine ökumenische Nutzung der Kirche durch Katholiken und Rumänisch-Orthodoxe, wie es sie bereits woanders gebe.

Die Diskussion zwischen dem Pfarrer und der Gemeinde erstreckte sich über Stunden. Gemeindemitglieder kritisierten fehlende Transparenz. Sie trauten ih­ren Ohren kaum, als der Pfarrer erklärte, dass die Gespräche mit der orthodoxen Gemeinde bereits seit sechs Monaten laufen würden, während unter den Wanheimer Katholiken erst seit zwei Wochen entsprechende Gerüchte die Runde machen.

Die entstandene Frontenbildung in der Gemeinde war unübersehbar. So wurde der Pfarrei St. Judas Thaddäus vorgeworfen, die Wanheimer mit Absicht ausbluten zu lassen.

Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen. So oder so wurde deutlich, dass St. Suitbert radikale Veränderungen bevorstehen. Horst Ambaum, der die Moderation übernommen hatte, versuchte am Schluss zu vermitteln. Er stellte in Aussicht, dass die Gemeinde künftig besser einbezogen werde und die Diskussion offener laufe.

Jonas Schlömer