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_______Presseartikel WAZ vom 15.07.2017_________

________Presseartikel WAZ vom 6.03 2017________

Wanheim.   Der frühere HKM-Arbeitsdirektor wird für sein Engagement geehrt. Er initiierte den Runden Tisch, die Barbarafeiern und den Dialog der Religionen

Jahreszeitlich leicht verspätet lud die Wanheimer SPD am Sonntag zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang ein. Im Mittelpunkt des Geschehens stand Peter Gasse. Er wurde mit dem Wanheimer Taler ausgezeichnet.

Zahlreiche Vertreter der Wanheimer Vereine und Politik-Prominenz hatten den Weg in die kürzlich neu eröffneten Rheinlustterrassen gefunden. Der Grund dafür war die Verleihung des Wanheimer Talers. Mit dieser Auszeichnung werden, wie der Ortsvereinsvorsitzende Hartmut Ploum deutlich machte, „Bürger geehrt, die sich in besonderer Weise um den Stadtteil verdient gemacht haben“. In diesem Jahr wurde die Ehrung dem Ende des Jahres bei HKM ausgeschiedenen Arbeitsdirektor Peter Gasse zuteil.
Peter Gasse bleibt Wanheimer

Duisburgs OB Sören Link übernahm die Laudatio für das Wanheimer Urgestein. Das konnte er nach dem Umbau des Vereinslokals, bei dem nun alle Vorschriften umgesetzt wurden, auch ganz ohne Probleme tun, wie der Hartmut Ploum augenzwinkernd versicherte: „Lieber Sören, du darfst dich hier jetzt ganz offiziell aufhalten, das ist kein Schwarzbau mehr.“

Link stellte besonders heraus, dass Peter Gasse immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger vor Ort hat. Er erwähnte den „Runden Tischs“, den der ehemalige HKM-Mann ins Leben gerufen hatte. In dieser Tischrunde werden Bürger über die Entwicklungen und Planungen des Stahlwerks informiert, dort dürfen auch aktuelle Probleme diskutiert werden.
Aufarbeitung der Zwangsarbeiter-Historie im Unternehmen

Gasse rief 2005 auch die viel beachteten Barbarafeiern ins Leben, bei denen Prominente aus Politik und Wirtschaft im Rahmen eines Gottesdienstes auf dem HKM- Gelände zu gesellschaftspolitischen Themen Stellung beziehen. Ebenso erwähnte Link den vom Ex-Arbeitsdirektor initiierte Dialog der Religionen“ sowie die Aufarbeitung der Zwangsarbeiter-Historie des Unternehmens. „Das sind alles Dinge, die nicht zwangsläufig zu den Aufgaben eines Arbeitsdirektors gehören“, so der OB.

Peter Gasse zeigte sich gerührt: „Diese Ehrung macht mich richtig stolz.“ Auf seinen Stadtteil lässt Gasse, der immer noch an der Buzstraße wohnt, nichts kommen: „Wanheim ist einfach schön, unsere Rheinpromenade ist die beste in ganz Duisburg.“ Alte Zeiten hat er nicht vergessen: „Wir wohnten in einer 35 Quadratmeter großen Wohnung, wenn Vater zur Schicht ging, kam ich nach Hause. Wir haben uns das Bett geteilt, dass war gar nicht schlimm.“ Humorvoll erinnerte er sich auch an die Jahre, als auf dem Gelände des heutigen Biegerparks noch Kühe weideten: „Da musste ich immer die Kuhfladen einsammeln, Vater brauchte die für seinen Garten.“

Die Sanierungsarbeiten in den Hausgärten der St.-Suitbertus-Siedlung haben begonnen. Seit Anfang der Woche wird der Boden in 43 Gärten abgetragen. Grund dafür ist eine zu hohe Schadstoffbela­stung durch Staubniederschläge der ehemaligen Berzelius-Zinkhütte.

Etwa 320 Hausgärten in Wanheim und Hüttenheim müssen jetzt saniert werden. Die verseuchten Gebiete wurden in zwölf Sanierungszonen unterteilt. Die St.-Suitbertus-Siedlung ist jetzt die erste, in der die Arbeiten begonnen haben. „Hier ist die Belastung durch Cadmium und Blei besonders groß“, begründet Projektleiterin Christiane Maxin vom AVV den Ablauf.
60 Zentimeter Boden werden abgetragen

Dr. Ralf Krumpholz, Umweltdezernent der Stadt Duisburg (links) und Roland Arnz, Geschäftsführer des AVV, mit dem Sanierungsplan für die St.-Suitbertus-Siedlung. Foto: Tanja Pickartz

Vor gut zwei Wochen hat der Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung die Baustelle an der Siedlung eingerichtet. Seit Anfang der Woche graben die Bagger den Boden in den Gärten im nördlichen Teil um. 60 Zentimer der oberen Schicht werden abgetragen. Für den ersten Sanierungsabschnitt entspricht das etwa 8500 Tonnen. Sechs bis acht Lkw sind bald täglich unterwegs, um den abgetragenen Boden zur Zentraldeponie Emscherbruch in Gelsenkirchen zu bringen. Ist der verseuchte Boden weg, wird eine zehn Zentimer dicke Schotterschicht aufgetragen. Darauf kommt frische Erde.

Bis Ende November wollen Stadt und AVV mit den Arbeiten in der Wanheimer Siedlung fertig sein. „Das ist durchaus ein realistischer Zeitplan“, betont Maxin. 2017 geht es mit der nächsten Zone weiter, 2019 sollen alle gut 320 Hausgärten saniert sein.
Bodenproben aus 639 Gärten

Ein kompletter Bodenaustausch wie in der St.-Suitbertus-Siedlung ist aber nur in der Hälfte der verseuchten Gärten notwendig. „Teilweise reicht es auch offenen Boden zu verdecken, etwa durch Pflanzen oder Kies“, weiß Maxin. Das hängt ganz von der Belastung ab. Aus insgesamt 639 Gärten wurden vor gut zwei Jahren Bodenproben genommen. Anschließend haben betroffene Hausbesitzer eine Sanierungsempfehlung bekommen. „Bisher haben wir aber immer noch nicht von allen eine Rückmeldung. Darauf müssen wir weiter warten, bevor wir mit bestimmten Abschnitten beginnen können“, klagt Dr. Ralf Krumpholz, Umweltdezernent der Stadt Duisburg.

Die Kosten für die Sanierungen in Höhe von 6,5 Millionen Euro übernimmt das Land über den AVV zu 80 Prozent. Die restlichen 20 Prozent trägt die Stadt. Von dieser Summe bekommen auch die Gärtner einen Teil, um ihre Gärten neu anlegen zu können: Für einen Quadratmeter Rasenfläche bekommen die Anwohner fünf Euro, für einen Quadratmeter Zierbeet 25 Euro.

Sarah Schröer Lópe

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