Generationswechsel beim Heimat- und Bürgerverein: Veronika Reiners übernimmt den Vorsitz
Wanheim-Angerhausen. Es war eine Versammlung der Weichenstellungen: Bei der Jahreshauptversammlung des Heimat- und Bürgervereins Wanheim-Angerhausen e.V. (HBV) ging am vergangenen Abend eine Ära zu Ende. Nach langjährigem Engagement gab Theo Küpper sein Amt als erster Vorsitzender nach 24 Jahren in neue Hände.
Zu Beginn der Sitzung begrüßte Küpper die zahlreich erschienenen Mitglieder und schlug direkt die Brücke zur aktuellen Stadtteilarbeit. Als Gäste stellten sich Herr Sagante und Frau Hartings vom Duisburger Ordnungsamt vor. Herr Sagante, zuständig für den Duisburger Süden, gab Einblicke in die täglichen Herausforderungen seiner Arbeit. Die Bürger nutzten die Chance intensiv, um Fragen zu stellen und auf konkrete Missstände im Viertel aufmerksam zu machen.
Ehrungen und Rückblick
Nach dem feierlichen Gedenken an die im Jahr 2025 verstorbenen Mitglieder folgte ein erfreulicher Programmpunkt: Peter Ecker und Siegfried Hess wurden für ihre 40-jährige Mitgliedschaft zum
Verein geehrt und nahmen unter Applaus Präsente entgegen.
In seinem letzten Rechenschaftsbericht blickte Theo Küpper auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Themen wie die Baupläne auf dem Gelände der Firma Winning, die Fortschritte im Bieger Park sowie die Mobilitätskonferenz prägten die Vereinsarbeit. Besondere Höhepunkte waren erneut die traditionelle Bergmesse auf Tiger & Turtle. Kassierer Reiner Krüßmann legte im Anschluss einen soliden Kassenbericht vor, woraufhin die Versammlung dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilte.
Abschied und Neuanfang
Emotionale Momente prägten das Ende der Amtszeit von Theo Küpper. Helmut Topolski würdigte in einer bewegenden Laudatio die Verdienste des scheidenden Vorsitzenden. Mit Küpper verließen auch Helmut Topolski selbst (zweiter Vorsitzender) und Helmut Haack (zweiter Kassierer) die Vorstandsbühne.
Bei den anschließenden Neuwahlen setzte der Verein auf ein neues Team: Veronika Reiners wurde zur ersten Vorsitzenden gewählt. Ihr zur Seite stehen Antje Furthmann als zweite Vorsitzende und Matthias Höppner als zweiter Kassierer. Heidemarie Hennig- Hormann wird als Geschäftsführerin gewählt. Unterstützt wird das Trio durch die Beisitzer Dorte Meybohm, Mike Henning und Jenny Höppner. Damit startet der HBV mit einer frischen Mannschaft in die kommende Amtsperiode, um die Belange der Bürger in Wanheim-Angerhausen weiter tatkräftig zu vertreten.
Von Katja Burgsmüller, Redakteurin Lokal 28.04.2026, 08:57 Uhr
Eine besondere Kreation mit einem Geheimnis: Das MSV-Spaghettieis aus Duisburg-Wanheim.
Toni Conia betreibt seit über 30 Jahren das Eiscafé Rialto in Duisburg-Wanheim. Und das mit Leidenschaft. Das Eis macht der Mann aus Perugia natürlich selbst und lässt sich neben den Klassikern immer wieder neue Eisvariationen einfallen. Neu in dieser Saison sind zum Beispiel „Bergamotto“ und „Amalfi“. Der absolute Renner in der Wanheimer Eisdiele kommt aber nicht aus Italien, sondern aus Meiderich – nämlich das MSV-Spaghettieis.
Wie zu der neuen Kreation? „Meine Tochter war über Ostern bei uns in Duisburg zu Besuch“, erzählt Toni Conia. „Sie ist Duisburgerin, lebt aber in Italien.“ Und sie ist MSV-Fan durch und durch. „Nach dem 4:1-Sieg gegen Waldhof Mannheim hat sie sich so gefreut, dass sie zu mir gesagt hat: Papa, du musst unbedingt ein MSV-Eis machen.“ Und da nicht nur Töchter auf ihre Väter hören, sondern auch Väter auf ihre Töchter, hat Toni nicht lange hin und her überlegt und sofort die passende Soße für ein weiß-blaues MSV-Spaghettieis kreiert.
Toni Conia: „Wonach das MSV-Spaghettieis schmeckt? Natürlich nach Heimsieg.“
Aber wonach schmeckt denn eigentlich das MSV-Eis? „Natürlich nach Heimsieg“, sagt der Duisburger lachend, „und vor allem sehr lecker! Wie alle unsere Eissorten.“ Darauf legt Toni Conia nämlich großen Wert. „Alles, was ich hier anbiete, schmeckt mir sehr gut. Sonst würde es das Eis bei mir auch nicht geben.“
Das weiß-blaue MSV-Spaghettieis ist nicht nur bei den Fans der Zebras sehr beliebt.
Die Basis besteht wie bei einem normalen Spaghettieis aus einer ordentlichen Portion Sahne, das Eis ist wahlweise Vanille oder Joghurt und darauf kommt die extra kreierte blaue Soße, dekoriert mit weißen Schokoladenraspeln. Was in der Soße ist, will Toni Conia nicht verraten. „Das ist ein Geheimnis“, sagt er. „Da ist auf jeden Fall auch Waldbeere drin“, verrät seine Frau Elvira, die mit ihm täglich in der Eisdiele im Einsatz ist.
Mit dem gerade bei Kindern sehr beliebten „Schlumpf-Eis“ oder „Blauen Engel“ habe auch das neu kreierte MSV-Eis in der Auslage nicht viel gemeinsam. „Bis auf die Farbe natürlich“, sagt Toni. Wonach es schmeckt? „Einfach zu uns kommen und probieren“, sagt er. Die Reaktionen auf das neue Eis seien bisher ausschließlich positiv. Auch in den sozialen Medien. „Bestes Eis, beste Eisdiele“ ist nicht nur einmal als Kommentar zu lesen. Und auch wir finden: Das Eis ist super, die Soße schmeckt fruchtig, nicht zu süß und nicht künstlich, was man bei der blauen Farbe ja vielleicht vermuten könnte.
Im Falle eines Aufstieges gibt es eine neue Eis-Creation im Eiscafé Rialto
Erst die Soße macht das MSV-Spaghettieis aus.
Seine MSV-Kreationen sind mittlerweile nicht nur bei seinen Wanheimer Stammkunden sehr beliebt. „Es kommen viele MSV-Fans zu uns, die das MSV-Spaghettieis probieren wollen.“ Dass seine Idee so einschlägt, damit hat Toni Conia nicht gerechnet. Für den Fall, dass der MSV aufsteigen sollte, hat er sich auch schon etwas überlegt. Wie aber das potenzielle Zweitliga-Eis oder vielleicht der „Aufstiegs-Cup“ aussehen wird, will er noch nicht verraten. Bis dahin können sich die Duisburger am MSV-Spaghettieis sattessen. Die Portion ist auf jeden Fall groß genug. Für die kleinen MSV-Fans gibt es das weiß-blaue Spaghettieis natürlich auch in Kindergröße.
Die Eisdiele führt Toni Conia seit über 30 Jahren zusammen mit Ehefrau Elvira
Das MSV-Spaghettieis kostet im Eiscafé Rialto an der Atroper Straße 42, 8 Euro, die Kugel MSV-Eis gibt es für 1,50 Euro. „Bei uns kostet jede Kugel 1,50“, sagt der Chef des Eiscafés. „Nur die Sorte Dubai kostet 2 Euro pro Kugel.“ Damit ist eine Kugel in dem Wanheimer Eiscafé im Vergleich zu vielen anderen Duisburger Eisdielen um die 20 Cent günstiger. „Wir können ja nicht nur an uns denken, wir wollen ja, dass sich die Kunden bei uns mehr als nur eine Kugel leisten können“, begründet Toni den Preis.
NRZ/ WAZ Duisburg 28.01.2026
Von Monique de Cleur, Redakteurin Lokal - 28.01.2026, 06:34 Uhr
Duisburg. Jahrelang terrorisieren Raser und Autoposer ein Wohnviertel in Duisburg. Jetzt greift die Stadt durch: Zwei Monate lang wird die Straße umgebaut.
Bauarbeiten in der Wittlaerer Straße wegen Rasern
Mit einem Umbau der Straße will die Stadt Duisburg die Raser in einem Wohnviertel im Duisburger Süden in den Griff bekommen.
Die Wittlaerer Straße, fast direkt am Rhein in Duisburg-Wanheim, hat sich in den vergangenen Jahren zum Treffpunkt der Raser Szene aus dem Ruhrgebiet und darüber hinaus entwickelt. So berichten es etliche Anwohner. Fast ebenso lange kämpfen sie für Maßnahmen, die Autos ausbremsen. Vergeblich – bis jetzt. Am 26. Januar haben die Wirtschaftsbetriebe die Straße gesperrt. Zwei Monate lang wird die Wittlaerer Straße jetzt umgebaut, um aus der Raser Strecke wieder eine ruhige Wohnstraße zu machen.
Wittlaerer Straße wird umgebaut: Wirtschaftsbetriebe bauen Hindernisse für Autofahrer
170 Meter Straße, von Hausnummer 1 bis 75, sollen so verändert werden, dass Raser hier keinen Spaß mehr haben. Zum einen soll die Straße abschnittsweise verengt werden, wie Stadtsprecher Diego Tenore auf Nachfrage angibt. Zum anderen sollen Grüninseln eingebracht werden – weitere Hindernisse für Autofahrer, die es auf zu hohe Geschwindigkeiten anlegen. „Diese Maßnahmen sollen den Verkehrsfluss beruhigen und das Durchrasen verhindern“, sagt der Stadtsprecher.
Damit soll das Rasen und Driften, das Anwohner vor allem in den Sommermonaten von den Abendstunden bis in den frühen Morgen hinein um Ruhe und Schlaf gebracht hat, der Vergangenheit angehören. Erlaubt sind auf der Wittlaerer Straße 30km/h – tatsächlich, schätzen Anwohner, rasten hier 18 bis 30 Jahre alte Männer mit dicken, getunten Autos mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde durch.
Belegen lassen sich diese Schätzungen nicht. Die Daten von Stadt und Polizei zum Problem in Wanheim sind mager.
Wie viele Raser hat die Polizei von 2020 bis 2025 jeweils festgestellt? Was war die höchste gemessene Geschwindigkeit in diesem Zeitraum? Diese Fragen beantwortet die Polizei nicht, Sprecherin Julia Schindler teilt mit, man könne „keine detaillierte Auswertung für einen Zeitraum von fünf Jahren im Hinblick auf sämtliche durchgeführten Kontrollen vornehmen“. Zudem habe es „nicht immer Feststellungen“ gegeben, „weil sich zum Beispiel die jeweiligen Personen bereits von der Örtlichkeit entfernt hatten.“
Quietschende Reifen und aufheulender Motor
Sie verweist auf eine Schwerpunktkontrolle von 2021, bei der die Polizei im April um 23.20 Uhr einen 19-Jährigen erwischte, der mit seinem BMW „mit quietschenden Reifen und aufheulendem Motor durch eine Kurve auf der Wittlaerer Straße driftete“. Für 2024 seien auf der Wittlaerer Straße 13 Polizeieinsätze wegen Ruhestörung oder verdächtiger Fahrzeuge dokumentiert. 2025 gab es zehn Verkehrskontrollen. Die Gesamtbilanz der beiden Jahre: eine Strafanzeige, zwei Platzverweise, drei Ordnungswidrigkeitsanzeigen und 17 Verwarngelder.
Auch für die Stadt teilt Sprecher Diego Tenore mit: „Obwohl das Problem hier bekannt ist, spiegelt es sich nicht in den Geschwindigkeitsmessungen wider.“ Weder 2020 noch 2025 konnte die Stadt bei Messungen zu schnelle Fahrzeuge feststellen. Das „liegt in der Regel daran, dass wenn die aufmerksamen Verkehrsteilnehmer die Messfahrzeuge bemerken, sie ihr Verkehrsverhalten für die Dauer der Messung ändern bzw. anpassen und die Information häufig an andere Poser/Raser weitergeben“, führt er aus.
Wenig erfolgreich war auch der Blitzeranhänger, den die Stadt 2025 an der Wittlaerer Straße aufstellte. 2034 Fahrzeuge fuhren laut Stadtsprecher an 14,5 Tagen auf drei Monate verteilt am Enforcement Trailer vorbei – nur acht wurden geblitzt, wobei die höchste Geschwindigkeit vergleichsweise harmlose 53 km/h statt der erlaubten 30 km/h betrug. Die Erklärung: Nach Beobachtungen der Anwohner entkamen die Raser dem Blitzeranhänger, indem sie einfach andersherum fuhren oder sich Kumpel vor dessen Sichtfenster stellten.
Raser terrorisieren Siedlung
Gespräche, Polizeipräsenz, Bußgelder: Nichts half gegen das Raserproblem in Wanheim. Der Umbau, der in dieser Woche begonnen hat, soll das ändern. Dafür investiert die Stadt 170.000 Euro. Bis Ende März soll der Umbau der Wittlaerer Straße beendet sein.
Mit Halteverbot gegen Tuner
Um das Problem mit Rasern und Autoposern auf der Wittlaerer Straße einzudämmen, kontrolliert die Stadt Duisburg auch das absolute Halteverbot, das dort von 20 bis 5 Uhr gilt.
Von 2022 bis 2025 stellte das Ordnungsamt dabei insgesamt 45 Verwarnungen aus.
Die meisten Verwarnungen gab es mit 27 im Jahr 2024. 2025 gab es sechs, 2023 elf und 2022 eine.
Von Katja Burgsmüller, Redakteurin Lokal
18.01.2026, 06:46 Uhr
Die Bäckerei Kaffee and more hat in Wanheim eröffnet.
Rüya Parlak hat die Bäckerei im Duisburger Süden übernommen und in ein modernes Café verwandelt.
Rüya Parlak strahlt, als sie die Tür zu ihrer Bäckerei „Kaffee & more“ in Duisburg öffnet. „Willkommen in meinem Café“, sagt sie. „Das klingt noch immer verrückt, aber ja, das hier ist mein kleines Café.“ Seit dem 1. Januar ist sie Inhaberin der Wanheimer Bäckerei an der Heiligenbaumstraße 1.
Dabei war die Eröffnung ihres eigenen Cafés alles andere als geplant. Im Gegenteil. „Mein Nachbar hat zusammen mit einem Freund die Wanheimer Bäckerei betrieben“, erzählt die 52-Jährige. „Als er mir erzählt hat, dass sie die Bäckerei abgeben wollen, hatte ich erst gedacht: So ein Mist, dann ist hier in Wanheim ja gar nichts mehr.“ Dann sei sie erst einmal in den Urlaub gefahren. „An einem Morgen bin ich im Hotel aufgewacht und habe zu meiner Freundin gesagt: Ich übernehme die Bäckerei. Das war vor vier Monaten.“
Seitdem ging alles rasant. Die Räume renoviert und alles nach ihren Vorstellungen gestaltet hat Rüya Parlak im noch parallel laufenden Betrieb. „Sobald die Bäckerei geschlossen hatte, haben wir angefangen, hier zu arbeiten. Für mich war sofort ganz klar: Das hier soll mehr als nur eine Bäckerei werden. Mein Kaffee & more soll ein Treffpunkt für alle Wanheimer und natürlich auch für alle anderen Besucher werden.“
Erfahrung aus der Gastronomie bringt Rüya Parlak mit, lernt aber noch jeden Tag etwas dazu. „Ich habe acht Jahre lang im Eiscafé Behrens in Hochfeld gearbeitet.“ Und auch die enorme zeitliche Herausforderung, eine Bäckerei mit Café zu betreiben, ist für die Mutter eines 14-jährigen Sohnes nicht fremd. „Bis vor zwei Jahren war ich über 24 Jahre bei Aldi beschäftigt, da habe ich auch immer um 5 Uhr angefangen.“ Los geht es für die Duisburgerin jetzt aber noch früher. „Mein Wecker klingelt um 3 Uhr und um 4 Uhr fange ich an zu backen.“ Geöffnet hat „Kaffee & more“ ab 5 Uhr, in den Wintermonaten schließt es um 16 Uhr.
Schon im Frühjahr will die Inhaberin, die die drei Mitarbeiterinnen ihrer Vorgänger übernommen hat, die Öffnungszeiten verlängern. Sitzbänke und Tische für den Außenbereich hat sie schon bestellt. Bis dahin setzt Rüya alles daran, dass es in ihrem Café gemütlich und einladend ist. Frische Blumen stehen auf den rustikalen Holztischen, bequeme Stühle, Sessel und ein Sofa in warmen Gelb- und Grüntönen sollen die Gäste zum Verweilen einladen. Im hinteren Teil des Cafés gibt es zudem eine Spielecke für kleine Kinder.
Besonders beliebt sind bei den Gästen das türkische Frühstück (17,50 Euro), das Kaffee-&-more-Frühstück (9,90 Euro) und die verschieden belegten Landbrote (ab 7,50 Euro). Bei den Preisen hat sie im Vergleich zu den vorherigen Betreibern erst einmal nichts verändert. Nur das Angebot im „Kaffee & more“ wird angepasst: „Ich möchte zum Beispiel an einem Tag im Monat ein Eltern-Kind-Treffen veranstalten und vielleicht einmal pro Woche zu einem Tapas-Abend einladen. Ideen habe ich viele“, sagt Rüya Parlak.
Unterstützt wird sie bei ihren Vorhaben und der plötzlichen Selbstständigkeit von ihrer Familie. „Die kennen das ja von mir: Wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig. Und nach zwei Jahren Zuhause fühlte sich der Zeitpunkt für etwas Neues genau richtig an.“
Duisburg. Im Duisburger Hafen hat ein Logistik-Unternehmen Insolvenz angemeldet. Grund sei die „spürbar verschlechterte Marktlage“. Wie es weitergeht.
Von Annette Kalscheur
17.10.2025, 14:54 Uhr
Auf dem Gelände von Logport II in Duisburg-Wanheim hat neben Rhenus Automotive auch DCP Dettmer Container Packing seinen Sitz: Links neben den bunten Containern im ersten der langen Gebäude. Jetzt hat das Unternehmen einen Insolvenzantrag gestellt.
DCP ist in den Hallen der ehemaligen Fa. GNS untergebracht, früher Rheinstahl Wanheim.
Schlechte Nachrichten für den Duisburger Hafen: Das Unternehmen DCP Dettmer Container Packing hat ein Insolvenzverfahren beantragt. Es hat seinen Sitz auf dem Duisport-Gelände Logport II in Wanheim. Hier sind laut Pressemitteilung 24 Mitarbeiter betroffen. An den Standorten in Bremen und Hamburg sind es mit 133 bzw. 75 Mitarbeitenden deutlich mehr.
Man sehe sich „aufgrund anhaltender wirtschaftlicher Schwierigkeiten und einer fehlenden Fortführungsprognose“ zu diesem Schritt gezwungen, heißt es in einer Pressemitteilung der BLG Logistics und der Dettmer Group, deren gemeinsame Tochtergesellschaft die DCP ist.
DCP in Insolvenz: Marktlage hat sich „spürbar verschlechtert“
Am Parallelhafen betreibt das Unternehmen auf 3000 Quadratmetern Hallenfläche Bereiche für den Im- und Export, für Sammelgut und Gefahrgut, es bietet außerdem seemäßige Verpackungen an, Distribution, Lager und ein Container-Depot. Die Lage in Sichtweite zur Landmarke Tiger & Turtle ist eigentlich ideal: Verkehrsanbindungen sind via Wasser, Schiene und Straße möglich.
Aber insgesamt hätten sich in den vergangenen Jahren die Marktlage und die Branchenbedingungen „spürbar verschlechtert“. Auch mehrere „von den Gesellschaftern gestützte Restrukturierungsmaßnahmen“ hätten nicht zu einer Stabilisierung des Unternehmens geführt.
Die Mitarbeiter von DCP wurden Mitte Oktober informiert. Eine weitere Insolvenz droht in dem Zuge voraussichtlich der PCB Packing Betriebsgesellschaft mit Sitz in Bremen, weil die beiden Gesellschaften eng miteinander verflochten sind.
Der Geschäftsbetrieb von DCP soll zunächst aufrechterhalten werden. Die Dettmer Group und BLG Logistics gehen davon aus, dass das Amtsgericht Bremen einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Dieser werde „mögliche Sanierungsoptionen bewerten“. Weitere Informationen gab die Unternehmensgruppe über einen Pressesprecher mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht.
Der Duisburger Standort stand schon länger unter keinem guten Stern. Zumindest lassen das hunderte Google-Bewertungen erahnen. Viele Lkw-Fahrer schimpfen über einen rüden Ton der Mitarbeiter, über lange Wartezeiten und ein „widerliches“ Dixiklo, „hier bekommt man seinen Status als Lkw-Fahrer in voller Härte zu spüren.“
Pressemitteilung Press release
Duisburger Hafen AG (duisport)
Duisburg, 09.10.2025
• Kunstwerke als Blickfang an der Logistikhalle in Wanheim
• Bilderrahmen sind rund 50 Meter breit und 12 Meter hoch
• Bezirksbürgermeisterin bei der Motivwahl beteiligt
Die Logistikhalle gegenüber Logport 2 in Duisburg-Wanheim, direkt unterhalb der Landmarke „Tiger & Turtle", ist seit dieser Woche auch eine Freiluftgalerie: An den Außenwänden der 200 Meter langen Halle hängen dauerhaft zwei farbenfrohe, großformatige Kunstdrucke, die szenisch Motive aus der Stahlproduktion aufgreifen — kombiniert mit manch überraschenden Details.
Die international renommierte Künstler-Gruppe INNERFIELDS war beauftragt worden, diese überdimensionalen Bilder zu gestalten.
Bezirksbürgermeisterin Beate Lieske, die sich an der Bildauswahl beteiligt hatte, zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis: „Ich freue mich sehr darüber, dass duisport uns mit fantastischen Motiven aus der Stahlindustrie diesen Ort der tristen Speditionshalle verschönert. Die beiden Großleinwände verhelfen somit auch, „Tiger and Turtle“ wieder ein wenig mehr in das künstlerisch rechte Licht zu rücken."
Lars Nennhaus, duisport-Vorstand Technik und Betrieb: „Duisburg bekennt sich zum Stahl und ist mit seinem Binnenhafen eine der bedeutendsten Logistikdrehscheiben für Deutschland und Europa. Motiv und Standort bringen dies beides wunderbar zusammen."
Künstlergruppe ist bekannt für überdimensionale Wandbilder.
Auch für Jakob Bardou und Holger Weißflog vom Künstlerduo INNERFIELDS, das international bekannt ist für seine großflächigen Wandbilder ist die Botschaft klar: „Die Stahlindustrie hat wie kaum eine andere Branche zum deutschen Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg beigetragen. In unseren Entwürfen stellen wir nicht nur die archaisch anmutenden Produktionshallen der Stahlarbeiter dar, die mit rohem Stahl arbeiten und ihn in Form bringen, sondern rücken auch die immense Bedeutung dieses Materials für unser alltägliches Leben in den Fokus."
Bis zu 50 Meter breit und 12 Meter hoch sind die Bilderrahmen, in die die — auf sogenannte „Mesh-
Banner" gedruckten — Kunstwerke eingehängt sind. Die Motive wurden dazu im Maßstab 1:10 auf Leinwand gemalt und dann für den Kunstdruck professionell abfotografiert. Das Gesamtkonzept sieht vor, dass zukünftig auch Kunstdrucke anderer Künstler bei Bedarf eingesetzt werden.
Es waren eingeladen:
Beate Lisken, Heide Apel. Heimat- und Bürgerverein Wanheim-Angerhausen e.V.
Das Künstlerduo Innerfelds konnte aus organisatorischen Gründen leider nicht anwesend sein und wurden vertreten von Projektleiterin Yvonne Greitemann.
Nach der Begrüßung fand ein kurzer Spaziergang statt, bei dem auch Gelegenheit bestand, Fotos zu machen.
Der Heimat- und Bürgerverein Wanheim-Angerhausen e.V. erinnerte dabei erneut an die unzureichende Beschilderung und die fehlenden Hinweisschilder in Richtung Tiger & Turtle.
Bezirksbürgermeisterin Frau Lieske griff dieses Anliegen auf, und Herr Nennhaus von duisport sagte zu, Hinweisschilder am Zaun vor der Logistikhalle
anzubringen.
„Mobilitätskonferenz Duisburg-Süd“: Viele Aufgaben – Türen aufgestoßen
11.09.2025 NORDBOTE Düsseldorf , Duisburg -Süd Red.: sam
Petra Berndorf und Dietmar Ahlemann – hier vor der „Galerie der Probleme“ – führten konsequent durch die Konferenz. Foto: sam
Huckingen
Gut besucht war die erste „Mobilitätskonferenz Duisburg-Süd“ im Kultur- und Bürgerzentrum Steinhof in Huckingen. Foto: sam
Die Mobilität im Duisburger Süden läuft (noch) nicht rund. Mehr als 200 Eingaben sandten Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld der „Mobilitätskonferenz Duisburg-Süd“ ein. Am Mittwoch, 10. September, wurden einige Themen im großen Saal des Steinhofs diskutiert. Die insgesamt gut dreistündige Veranstaltung war bestens von den Bürgervereinen organisiert worden. Das Fazit: Es gibt viel zu tun – hier sind vor allem die Kommunalpolitiker gefragt, die jetzt gewählt werden. Türen zur Verwaltung wurden aufgestoßen.
Aufgerufen und eingeladen zur Mobilitätskonferenz hatten die Bürgervereine aus Buchholz, Ehingen, Großenbaum/Rahm, Huckingen, Hüttenheim, Mündelheim, Serm, Ungelsheim, Wanheim-Angerhausen, Wedau/Bissingheim und der Verband Duisburger Bürgervereine (VDUBV). Mehr als 200 Teilnehmende hatten im Vorfeld der Podiumsdiskussion die Möglichkeit, sich an den Ständen von Parteien, Bürgervereinen und Deutscher Bahn zu informieren. Auch Mitglieder der Verkehrswacht sowie des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) standen zum Austausch bereit.
Dann folgte zwei Stunden lang eine lebhafte Diskussion auf der Bühne, die Dietmar Ahlemann (Vorsitzender des Bürgervereins Huckingen) und Petra Berndorf (2. Vorsitzende des Bürgervereins Großenbaum/Rahm) nach strikten Regeln moderierten. Ziel war es vor allem, nach vorne zu schauen und im besten Fall pragmatische und umsetzbare Lösungen aufzuzeigen.
Bevor die örtlichen Politiker an der Reihe waren, gingen Oberbürgermeister Sören Link und Hendrik Trappmann, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, mit auf die Bühne. So kurz vor der Kommunalwahl müsse sich die Verwaltung neutral zeigen, unterstrich das Stadtoberhaupt. Er bezeichnete das Thema Mobilität als „drängend und dringend“. Nachdem Klaus Drechsler, 2. Vorsitzender des Bürgervereins Mündelheim, die schwierige Lkw-Situation und die Überbelastung der Kreuzung B 288/Am Seltenreich geschildert hatte, betonte Link, dass es wichtig sei, in einer Industriestadt die Lkw vernünftig zu kanalisieren. Aber man sei dabei auf Partner wie Straßen. NRW angewiesen. Nicht immer sei die Kommunikation gut, wie gerade die Baustelle auf der B 288 zeige: „Das sorgt für Puls. Das ärgert mich maßlos!“
Trappmann unterstrich, dass der Mannesmann-Acker eine Chance hätte, wenn die B 288 zu einer Autobahn – mit Troglage in Mündelheim – ausgebaut werde: „Wir lassen nicht locker!“ Die Hürden für Lkw-Fahrverbote durch bestimmte Straßen lägen sehr hoch. Theo Küpper, Vorsitzender des Bürgervereins Wanheim, forderte Straßen in einem „anständigen Zustand“, damit die Anwohner den Lkw-Verkehr ertragen könnten. Die großflächige Sanierung der Straße sei eine Mammutaufgabe und extrem teuer, so die Verwaltungsexperten. Einig war man sich, für den Bahn-Haltepunkt Ratingen-Weststrecke kämpfen zu wollen, da er einen Riesen-Mehrwert bringen würde – „es lohnt sich!“
Zum Thema ÖPNV hatte Trappmann noch eine Neuigkeit im Gepäck, über die er aber noch nicht ausführlich sprechen könne: Schon bald soll ein Vorschlag in die politischen Gremien gegeben werden, dass auch Bürger aus Rahm-West endlich dort einen öffentlichen Bus nutzen könnten. Er sprach von einer „Gabelung“: mal werde Alt-Rahm angefahren, mal Rahm-West.
Diskutierten über die Mobilitätsthemen auf der Bühne (von links): Dr. Sebastian Ritter (Grüne), Philipp Mandel (SPD), Ratsherr Peter Ibe (CDU), Herbert Fürmann (Linke), Frederik Engeln (Junges Duisburg) und Charline Kappes (FDP) mit Petra Berndorf. Foto: sam
Im Hauptteil bezogen dann Politiker Stellung zu Themen, die aus allen Ortsteilen gemeldet worden waren. An der Diskussion beteiligten sich OB-Kandidat Dr. Sebastian Ritter (Grüne), Philipp Mandel (SPD), Ratsherr Peter Ibe (CDU), Herbert Fürmann (Linke), Frederik Engeln (Junges Duisburg) und Charline Kappes (FDP), die sich alle intensiv vorbereitet hatten. Welche Themen besprochen wurden, konnten die Gäste im Saal mitbestimmen: Per Handy priorisierten sie die Themen. Neben zugeparkten Straßenkreuzungen war ein großes Thema die U 79. Hier wünschten sich alle einen verlässlichen, verdichteten Takt, mit dem man die U 79 ohne Wartezeiten zwischen Düsseldorf und Duisburg nutzen könne. Meistens herrschte bei den Themen weitgehend Einigkeit unter den Podiumsteilnehmenden.
Auch der schlechte Zustand der Radwege war für die Anwesenden ebenso wichtig wie die unpassende Vorfahrtsregelung an Kreisverkehren, zum Beispiel in Huckingen. Weder für Fußgänger noch Radfahrer seien separate Spuren auf der Straße vorhanden. Hier wurde lobend der Kreisverkehr in Wittlaer erwähnt. Die schwierige Ampelsituation an den Bahnübergängen in Wanheim könne, so Vorschläge der Politiker, mit KI verbessert werden; auch über eine Brücke solle man noch mal nachdenken. Das Eröffnungs-Panel mit Theo Küpper, Hendrik Trappmann, Klaus Drechsler und OB Sören Link (von rechts) moderierte Petra Berndorf. Foto: sam
Die fehlende ÖPNV-Direktverbindung zwischen Rahm/Großenbaum und Sittardsberg müsse unbedingt bei der nächsten Nachbesserung des Nahverkehrsplans Berücksichtigung finden – darüber herrschte Einigkeit. Besser eingebunden werden sollten Bürgervereine und die Menschen vor Ort. Besondere Aufmerksamkeit fand auch der schlecht gesicherte Schulweg in Rahm an der Auffahrt zur A 524 in Richtung Breitscheid, auf der östlichen Seite der Angermunder Straße. Unfälle habe es hier laut einem Vertreter der Verkehrswacht noch nicht gegeben, trotzdem sollte gehandelt werden. Am besten (und teuersten) sei eine Ampel. Helfen könne eine rote Färbung des Rad- und Fußwegs.
Für die meisten Lösungsvorschläge wird Geld benötigt. Woher sollen die finanziellen Mittel kommen? Auch hier konnten die Gäste per Handy am Ende abstimmen. Ihr Votum: 42 Prozent möchten mehr Parkraum-Bewirtschaftung, 38 Prozent sprachen sich für Einnahmen durch mehr Knöllchen aus.
Nach intensiven zwei Stunden wurde die Diskussion auf der Bühne beendet. Die Moderatoren zeigten sich zufrieden. Dietmar Ahlemann freute sich, jetzt „mehr als einen Fuß in der Tür bei der Verwaltung zu haben“ und ist zuversichtlich, dass die zugesagten „Kaffeetrinken“, bei denen Lösungen erarbeitet werden sollen, auch stattfinden. Neben dem technischen und zeitlichen Ablauf der Konferenz zeigte er sich gegenüber NORDBOTE.de „zuversichtlich, dass wir in den nächsten Jahren noch einiges bewegen können.“ Allein die Ankündigung der Konferenz habe schon bei einigen Themen für Bewegung gesorgt, bei anderen Themen sei politischer Konsens sichtbar geworden. Petra Berndorf fügt hinzu: „Eine Mitgliedschaft im lokalen Bürgerverein ist die beste Möglichkeit, die Forderung nach mehr Beteiligungsmöglichkeiten zu stärken. Heute ist ein guter Tag, einzutreten.
Diskutierten über die Mobilitätsthemen auf der Bühne (von links): Dr. Sebastian Ritter (Grüne), Philipp Mandel (SPD), Ratsherr Peter Ibe (CDU), Herbert Fürmann (Linke), Frederik Engeln (Junges Duisburg) und Charline Kappes (FDP) mit Petra Berndorf. Foto: sam
Stadt Duisburg Ratswahl 14.09.2025 Bezirk 32 Wanheim- Angerhausen
Information über die Baupläne bei der Fa. Winning BLW
Thema: Neues Logistikzentrum in Duisburg-Wanheim geplant
Am 21. Mai informierten der Heimat- u. Bürgerverein Wanheim-Angerhausen und der SPD-Ortsverein rund 60 Bürger über die Pläne für ein neues Logistikzentrum auf dem Gelände von Fa. Winning BLW.
Geplante Maßnahmen: Vier neue Logistikhallen unterschiedlicher Größe mit max. 18 m Höhe sollen längs der Friemersheimer Str. gebaut werden.
Die Planung erfolgt durch das Architekten Büro „dd Planquadrat Architekten“ mit Ursula Platzköster und Dieter Düster.
Die Verlagerung der LKW-Einfahrt von der Friemersheimer Straße wird zur Richard-Seiffert-Straße erfolgen.
Abgrenzung zur Wohnbebauung - Bau eines 26 m breiten und 6 m hohen Walls von der Rheinfront bis zum Park gegenüber der ev. Kirche. Der Wall besteht aus einem Grünstreifen mit alten, gesunden Bestandsbäumen als Grünstreifen und einem Fuß- und Radweg.
Entfernung der Container Firma am Spielplatz, dadurch weniger Lärm auf der Wanheimer Straße, Augsburger Straße und Nürnberger Straße.
Die Hallen dienen als Lärmschutz zum südlichen Schmiedebetrieb und zum Logport 2 Verladebetrieb.
Zur Wohnbebauung besteht ein Abstand von 50- 55 m.
Wegen des Schattenwurfs zur Bebauung wurde angeregt die Höhe der Hallen auf 16 m zu begrenzen.
Schaffung von Lebensräumen auf dem Wall:
Zur Förderung der Biodiversität schlagen wir vor, Nistmöglichkeiten auf dem Wall für die lokale Tierwelt zu schaffen. Dies beinhaltet die Anbringung von Nistkästen für Vögel (z.B. Spatzen, Meisen, Eulen) und Eichhörnchen. Zusätzlich sollte das Design die Möglichkeit einer Lebensraumintegration für die lokale Fauna berücksichtigen.
Ästhetische Integration der Hallenstrukturen:
Die Farbgebung der Hallen sollte sorgfältig gewählt werden, um mit der umgebenden Natur zu harmonisieren. Dies kann durch die Verwendung von Erdtönen, Grüntönen und anderen Farben erreicht werden, die sich nahtlos in die Landschaft einfügen. Des Weiteren wird die Höhenabstufung der einzelnen Hallen das monolithische Erscheinungsbild aufbrechen und eine dynamischere sowie optisch ansprechendere Skyline schaffen. Die Integration von Illusionsmalerei (Trompe-l'œil) auf den Hallen könnte die Strukturen zusätzlich in die natürliche Umgebung integrieren, indem sie Naturszenen darstellt oder die Landschaft optisch erweitert.
Ausstattung auf dem Wall:
Um die Nutzbarkeit und den Komfort des Walls für Besucher zu verbessern, empfehlen wir die Installation von Mülleimern in regelmäßigen Abständen, um Sauberkeit und eine ordnungsgemäße Abfallentsorgung zu fördern. Die Bereitstellung von Bänken entlang des Weges wird zudem Ruhezonen bieten und das gesamte Besuchserlebnis verbessern. Es ist zudem zu klären, wer für die Pflege des Weges auf dem Wall zuständig sein wird, um dessen durchgehende Nutzbarkeit und Sicherheit zu gewährleisten.
Der Verkauf des nördlichen Grundstücksteils (67.000 m²) für die Hallen erfolgt durch die Fa. Winning BLW an eine AXA Tochter. Der Kaufpreis bleibt ein Geheimnis, aber der Erlös wird zur Standortsicherung und zur Investition in neue Anlagen und Waschräume genutzt.
Die Nutzung der Hallen ist noch völlig offen, ist aber mit klaren Betriebsauflagen verbunden (keine gefährliche Stoffe, keine lauten Kühlaggregate etc.). Bis zu 292 LKWs können laut Verkehrsgutachten die neuen Hallen in 24 Std. ansteuern. Aber alles von der südlichen Richard-Seiffert-Straße her.
Auch der Mitarbeiter PKW Verkehr erfolgt über die Richard -Seiffert- Straße. (zurzeit 250 Mitarbeiter)
Bis zu 282 neue Arbeitsplätze sollen geschaffen werden je nach Logistikbetrieb.
Der LKW-Verkehr auf der Ehinger Straße wird zunehmen und die Anwohner in Richtung Hüttenheim und Wanheimerort durch verstärkten Lärm belästigen.
Die Hallen werden nach §34 BauGB (https://www.gesetze-im-internet.de/bbaug/__34.html ) genehmigt, dadurch hat die Politik wenig Einspruchsmöglichkeiten. Nach dem Bau der Hallen muss der LKW-Verkehr und das LKW Parken aus Alt- Wanheim verbannt werden, ausgenommen des Anliegerverkehrs.
Die Bauvoranfrage steht kurz vor Genehmigung. Der Baubeginn soll voraussichtlich 2026 sein.
Resümee:
· Der LKW- und PKW-Verkehr durch Alt-Wanheim nach der Fa. Winning wird verbannt.
· Die Straßenfront an der Friemersheimer Straße und an der Werkseinfahrt wird ansehnlicher gestaltet.
· Die Friemersheimer Straße kann weiterhin für den Verkehr genutzt werden.
· Der Logistik LKW-Verkehr wird auf der Ehinger Straße in nördlicher und südlicher Richtung zunehmen.
· Die Arbeitsplätze bei der Fa. Winning werden dadurch vorläufig gesichert.
Nach Abwägung der Vor – und Nachteile stimmen wir dem Bauvorhaben zu.
Duisburg, den 06. Juni 2025
Der Vorstand des Heimat- u. Bürgerverein Wanheim-Angerhausen e.V.
WAZ/ NRZ Duisburg vom 19. März 2025
Klimaschutz
Liegen, Urban Gardening, Kunst: Duisburger Park wird umgebaut
16.03.2025, 11:32 Uhr • Lesezeit: 4 Minuten
Monique de Cleur
Von Monique de Cleur
Redakteurin Lokal
Der Biegerpark im Duisburger Süden wird saniert, noch 2025 ist Baubeginn.
© www.blossey.eu / FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Duisburg. Der Biegerpark im Duisburger Süden wird umgestaltet, noch 2025 ist Baubeginn. Spazierwege, Bäume, Grillen, Müll: Was sich für Besucher ändert.
Zusammenfassung
Der Biegerpark in Duisburg wird umfassend modernisiert.
Wege und Grünflächen werden neu gestaltet.
2025 ist Baubeginn – schon 2026 soll der Umbau abgeschlossen sein.
Der neue Biegerpark wird konkret: „Da wird bald ganz viel passieren“, kündigt Anne Jonderko vom Projektteam der Wirtschaftsbetriebe Duisburg an. Baubeginn für die Umgestaltung soll noch in diesem Jahr sein. Was geplant ist.
Nicht mehr zukunftsfähig: So wird der Biegerpark saniert
Mit seinen 64 Jahren ist der Park im Rentenalter. Er sei „inzwischen weder in der Ausstattung noch in vielen Bereichen seiner Grünflächen zukunftsfähig“, sagt Jonderko am Donnerstagabend in der Bezirksvertretung Süd. Das soll sich ändern.
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Holzliegen, Hochbeete, Skulpturen: Der Biegerpark soll moderner werden. Die „sehr sanierungsbedürftigen“ Wege werden überarbeitet, weitläufige Rasenflächen werden umgewandelt zu Wiesenabschnitten und Strauchbereichen, durch die ein Entdeckungspfad aus niedrig gemähten Rasenabschnitten führt. „Das Herzstück wird die bessere Anbindung der Forstinseln“, kündigt Jonderko an; die kleinen Waldabschnitte sollen besser angebunden werden.
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So soll der Biegerpark nach der Umgestaltung aussehen.
© Funkegrafik NRW | Anda Sinn
Auf diese Weise soll der Biegerpark fit werden für eine immer heißere Zukunft: Seine Sanierung ist Bestandteil der Duisburger Schrittsteine für den Klimaschutz.
Hochbeete im Biegerpark laden zu Urban Gardening ein
Besucher des Parks sollen künftig aktiviert werden; das ursprünglich als grünes Klassenzimmer geplante „Biegerzimmer“ soll explizit allen zur Verfügung stehen, hier warten „Hightech-Hochbeete mit Wasserreservoir“ auf Gärtner. Dazu werden Bildungsstationen errichtet zu Themen wie „Angerbach und Auengebiet“, „Sonne und Schatten“, „Tiere und Pflanzen im Park“, aufgelockert durch Skulpturen von heimischen Tieren – vom Eichhörnchen bis zur Kellerassel. Solche Ehre wird dem Gliederfüßer auch nicht alle Tage zuteil.
Im „Biegerzimmer“ bieten Hochbeete Raum für Urban Gardening.
Mitten im Biegerpark ist das Projektgebiet angesiedelt, umgeben vom innenliegenden, Hufeisen-förmigen Weg. „Wir werden auch den Parkplatzbereich wieder besser anbinden“, sagt Anne Jonderko.
Mit dem Auto in den Biegerpark: Warum sich das nicht verhindern lässt
Wünschen, den Weg vom Parkplatz zur Grillwiese unpassierbar zu gestalten, erteilt die WBD-Planerin allerdings eine Absage. Auch ihr ist zwar bekannt, dass sommers immer wieder Autos verbotenerweise den Rettungsweg an der Schule vorbei missbrauchen, um Grillgut und Stühle in den Biegerpark zu fahren. Aber: „Wenn wir dauerhaft den Weg schließen, verschließen wir auch den Rettungsweg.“ Gespräche mit der Feuerwehr hätten ergeben: „Es ist einfach nicht möglich.“
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Schon jetzt versperren Poller die Einfahrt in den Park. Aber: „Wer in den Park mit Autos reinfahren will, der kann das und tut das auch.“ Denn die Hindernisse sind schnell aus dem Weg geräumt: „Einen Dreikantschlüssel bekommen Sie in jedem Baumarkt.“
19 Einsätze für den SAD, den Außendienst des städtischen Ordnungsamtes, gab es 2024 im Biegerpark, unter anderem wegen wilden Grillens. Auch darauf soll die Sanierung eingehen: Die Müllstation auf der Grillwiese „werden wir noch mal besser kenntlich machen“, außerdem sollen „witzige Installationen“ auf die Müllproblematik aufmerksam machen.
2026 soll der Biegerpark fertig umgestaltet sein. Für den Spätsommer ist ein großes Parkfest geplant, auch da „werden wir das noch mal thematisieren“, kündigt die WBD-Frau an. Für den Baubeginn im Herbst gibt sie ein Versprechen, das in Duisburg in der Vergangenheit nicht selbstverständlich war: „Wir werden keine Bäume fällen. Das ist ja nicht Sinn einer Klimaanpassungsmaßnahme.“
>> GEFÜHRTE SPAZIERGÄNGE DURCH DEN BIEGERPARK
Die Sanierung des Biegerparks bringt schon 2025 Änderungen mit sich: Ab Mai sind Parkspaziergänge geplant, beispielsweise zur Beobachtung von Fledermäusen oder Vögeln.
Im Rahmen der Sanierung sollen die Lampen im Park mit neuen Leuchtmitteln ausgestattet werden, die weniger Energie verbrauchen und Tiere weniger stören.
